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Kinderschutz in rechtsextremen Milieus

Angesichts der entsetzlichen Bilder von Reichsflaggen und Hetzreden vor den Türen des Reichstags frage ich mich wieder einmal, woher dieser Hass und diese kruden und überaus gefährlichen Denkmuster eigentlich kommen. Dass es hierauf keine einfachen Antworten gibt, ist bekannt, umso dringlicher erscheint es mir daher, dass wir uns systematisch mit den verschiedenen Einflussfaktoren beschäftigen und nach Möglichkeiten suchen, deren Wirkung zu verringern.

 

Durch Zufall stieß ich auf den Dokumentarfilm "Kleine Germanen" von Mohammad Farokhmanesh und Frank Geiger aus 2018, der in eindringlicher und auch erschreckender Weise das Spektrum rechtsextremer Erziehungspraktiken zeigt. Durch den Film ist mir noch einmal bewusst geworden, wie wichtig es ist, dass pädagogische Fachkräfte bei Hinweisen auf Rechtsextremismus sehr genau hinsehen und im Verdachtsfall auch rechtliche Möglichkeiten haben, zum Wohle der Kinder einzugreifen. Solche klaren rechtlichen Regelungen sind zentral, da rechtsextreme Eltern ihre Kinder - wie im Film dargestellt - stragegisch geschickt  darauf abrichten, in Kita, Schule, Verein etc. nicht aufzufallen.

 

Der Film ist auf Amazon Prime Video verfügbar, hier geht es zur Webseite des Films: https://www.littledream-entertainment.com/filme/kleinegermanen/

 

Weitere Informationen zum Thema:

https://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/223899/wenn-neonazis-kinder-kriegen

http://www.vielfalt-mediathek.de/data/recall_elternarbeit_im_spammungsfeld_rex_2010_1.pdf

 

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